AND NOW HANAU

Eine Schauspielproduktion des Theaterhaus StuttgartAND NOW HANAU? Wie geht es weiter nach dem rassistisch motivierten Terroranschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau, der sich in das kollektive Gedächtnis der Bundesrepublik eingebrannt hat. Neun Menschen werden an diesem Abend kaltblütig und aus rein rassistischen Motiven ermordet, ein weiterer Mann ist im Januar 26 an den Spätfolgen einer Schussverletzung gestorben. Zehn Leben, die aus purem Hass blindwütig ausgelöscht wurden.Doch die Rekonstruktion der Ereignisse wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten liefert. Wie konnte es zu einem Organisationsversagen eines solchen Ausmaßes kommen? Warum machten verschlossene Notausgänge den Opfern eine Flucht unmöglich? Warum war die Notrufzentrale nicht ausreichend besetzt? Und warum haben Staatsanwaltschaft und Polizei einen offensichtlichen Unwillen bei der Aufklärung des Tathergangs?Fragen, die der 1969 in Neubeckum (Westfalen) geborene Theaterautor, Regisseur, Schauspieler und Arzt Tuğsal Moğul stellt. Zusammen mit der Initiative 19. Februar, einer Initiative der Angehörigen der Opfer und der Überlebenden, greift er die Ereignisse rund um die Mordnacht auf und gibt damit den Betroffenen das Wort. Also denen, die selbst noch mit Behördenwirrwar und fremdenfeindlichen Ressentiments konfrontiert wurden.Im Rahmen eines Rechercheprojektes versuchen Tuğsal Moğul und die Initiative größtmögliche Transparenz eines völlig intransparenten Ereignisses zu schaffen. Sie bringen die Realität im Rahmen eines Dokumentartheaters auf die Bühne, schaffen so eine würdige Erinnerung an die Tat.Es geht um lückenlose Aufklärung des Geschehens und um eine kritische Betrachtung des Vorgehens der staatlichen Behörden und der Polizei und politische Konsequenzen. Und es geht natürlich um Gerechtigkeit. Für die Opfer und die Hinterbliebenen.AND NOW HANAU will eine veränderte Perspektive auf das Geschehene schaffen und fordert einen gesellschaftlichen Prozess der Reflektion und Konsequenzen. Um diesen Prozess in die breite Öffentlichkeit zu tragen, erarbeitete das Produktionsteam eine bühnentechnisch reduzierte Variante der Theaterhausinszenierung, die Gastspiele in einem größeren Rahmen ermöglicht. Mit dieser Version ist das Stuttgarter Ensemble am 02.10.26 zu Gast im Theater im Karlstorbahnhof Heidelberg.Nachgespräch mit Regisseur Werner Schretzmeier und dem Schauspielensemble im Anschluss an die Vorstellung.Wir empfehlen AND NOW HANAU ab 17 Jahren / gymnasiale Oberstufe. Interessierten Lehrer:innen empfehlen wir dringend, vorab ihre Gruppe inhaltlich vorzubereiten, eine vor- und nachbereitende Begleitmappe mit Materialien ist hier bereitgestellt.Stück-Dauer: ca. 1:25 hMit: Larissa Ivleva, Katja Schmidt-Oehm, Ufuk Oehlerking, Stephan Moos, Irfan KarsRegie: Werner SchretzmeierBühnenbild & Kostüme: Gudrun SchretzmeierDramaturgie: Brigitte LuikVideo: Marcin WierzchowskiRegieassistenz & Abendspielleitung: Raluca UreaBühnenbildassistenz: David FitzgeraldKostümassistenz: Christine LangeRequisite: Beate MergelBühnenbau: Marc DobmaierPhilipp Jonathan TewaldLichtdesign: Mathieu ArnalTechnik Licht: Raphael Recordon; Samuel SchubertTechnik Bild & Ton: Gunnar Hälsig, Joshua SchüderAufführungsrechte: Rowohlt Theater VerlagGefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.Die HEIDELBERGER THEATERTAGE 2026 werden veranstaltet vom Freien Theaterverein Heidelberg e.V. in Kooperation mit dem Karlstorbahnhof e.V., das Festival wird gefördert von der Stadt Heidelberg über das Kulturamt und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg über den Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg e.V.

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Wo


Kulturhaus Karlstorbahnhof
Marlene-Dietrich-Platz 3 , 69126 Heidelberg

Wann


02.10.2026


20:00 Uhr

Kategorien

Schauspiel, Theater

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