Johannes Krause

Grenzen zu akzeptieren, das lag dem modernen Menschen noch nie. Von Afrika aus besiedelte Homo sapiens die Welt, begegnete Neandertalern und Denisovanern, überquerte erstmals offene Meere nach Aus tralien und erreichte mit winzigen Kanus über tausende Kilometer hinweg die entlegensten Inseln des Pazifiks. Archäologie und Archäogenetik zeigen, dass Migration und Vermischung die Menschheitsgeschichte von Beginn an prägten. Der Vortrag spannt den Bogen von den ersten Auswanderungen über die Ausbreitung der frühen Bauern und Steppennomaden bis zu den großen Bevölkerungsbewegungen der Neuzeit. Er fragt, was von den Grenzen bleibt, die uns heute umgeben, und welche Möglichkeiten uns noch offenstehen.Prof. Dr. Johannes Krause ist Direktor des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Er wirkte an der Entschlüsselung des Erbguts des Neandertalers mit und konnte 2010 erstmalig eine neue Menschenform, den Denisova-Menschen, nachweisen. 2026 erhielt er den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis.

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Wo


DAI Heidelberg
Sofienstraße 12 , 69115 Heidelberg

Wann


20.11.2026


19:00 Uhr

Kategorien

Freizeit und Unterhaltung, Vorträge

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