Hannah Monyer
Was geschieht, wenn ein Geschmack oder ein Geruch plötzlich eine ganze Vergangenheit aufscheinen lässt? In Auf der Suche nach der verlorenen Zeit beschreibt Marcel Proust Erinnerung nicht als statisches Archiv, sondern als formbaren Prozess. Damit nimmt er literarisch etwas vorweg, was die Neurowissenschaften erst heute empirisch belegen können. Hannah Monyer verbindet Prousts genaue Beobachtungen des Erinnerns mit aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung und zeigt, wie Literatur und Naturwissenschaft denselben Fragen nachgehen und auf überraschende Weise ähnliche Schlüsse ziehen.Prof. Dr. Hannah Monyer ist Ärztin, Neurobiologin und eine der renommiertesten Hirnforscherinnen Deutschlands. Sie ist Professorin an der Universität Heidelberg und leitet die Abteilung Klinische Neurobiologie am Universitätsklinikum Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum. Sie erforscht die neuronalen Grundlagen von Lernen, Gedächtnis und synaptischer Plastizität.
Wo
DAI Heidelberg
Sofienstraße 12 , 69115 Heidelberg
Wann
18.10.2026
17:00 Uhr
Kategorien
Freizeit und Unterhaltung, Vorträge